Nicht nur der Smog verkehrsreicher Städte und Ballungsräume löst Atemnot aus, sondern auch Blitz und Donner. Am 24. August 1994 wurden während eines Gewitters vierzig Menschen ins Londoner St.

Mary's Hospital eingeliefert. Alle litten unter einem akuten Asthmaanfall.

Eine Studie im British Medical Journal (Bd. 312, S. 604) erklärte jetzt den Grund für die seltsame Häufung der akuten Fälle: Vor einem Gewitter fällt die Temperatur stark und rapide ab, während die Konzentration von Graspollen in der Atemluft zunimmt. Wenn es dann noch kracht und regnet, steigt neben der Luftfeuchtigkeit auch die Schwefeldioxidkonzentration. All dies - starke Temperaturschwankungen, hohe Pollenbelastung, Luftfeuchtigkeit und Schwefeldioxidmenge - sind Faktoren, die, schon wenn sie einzeln auftreten, einen Asthmaanfall auslösen können.