Die Hochschulen greifen wegen ihrer Finanznot den Studenten immer stärker ins Portemonnaie. An der Universität Heidelberg etwa müssen die Hochschüler von Oktober an für sogenannte studienbegleitende Sprachkurse Gebühren zahlen. Für jeden Sprachkurs, der nicht zwingend in der jeweiligen Studienordnung vorgeschrieben ist, sind pro Semester hundert Mark fällig. Bafög-Empfänger und ausländische Studenten ohne ausreichendes Stipendium kommen mit fünfzig Mark davon. Die Heidelberger Universität sieht sich zu den Gebühren gezwungen, weil Ende 1996 die bisherigen Sondermittel für mehrere Dozentenstellen am Zentralen Sprachlabor auslaufen. Aus eigenen Mitteln könnte die Hochschule die Stellen nicht weiterfinanzieren - ohne die Gebühren der Studenten müßten daher die meisten Sprachkurse gestrichen werden.