Angenommen, nur einmal angenommen, man lebe mitnichten nur einmal.

Muß nach der Wiedergeburt dann wirklich alles von vorne beginnen?

Nichts gegen ein neues Leben, aber wenn von dem alten ein paar Mark übriggeblieben sein sollten? Wäre das nicht ganz angenehm?

Genau. Und deshalb unterbreitet eine Stiftung in Vaduz folgendes Angebot: Nach Ihrem Tode wird Ihr Geld gewinnbringend angelegt.

Kommen Sie binnen einer Frist von 23 Jahren in ein neues Erdenleben zurück, dann dürfen Sie den Betrag abzüglich Provision zurückverlangen ausweisen müssen Sie sich vor einem "Reinkarnationstherapeuten".

Bei Säumnis wird das Geld indes einem anderen Empfänger ausgezahlt, den Sie bei Lebzeiten festlegen der Kirche zum Beispiel (the winner takes it all).

Das Subsidiaritätsprinzip scheint sich mithin auf breiter Front durchzusetzen. Jeder sorgt für seine Zukunft selbst. Wie bei allen Neuerungen bleibt freilich manches ungeklärt. Wenn etwa jemand wider besseres Wissen behauptet, als Wiedergänger Anspruch auf Reinkarnationsgeld zu haben - wäre das eine "Täuschungshandlung" im Sinne des Betrugsparagraphen? Im nächsten Leben werde ich Jurist.