In einem Jahr soll der erste Metropolitan starten - ein neuer Schnellzug zwischen Hamburg und Köln. Der Fahrgastverband Pro Bahn glaubt, daß das Projekt verschoben werden muß.

Nach Informationen von Pro Bahn gibt es Konflikte mit den Verkehrsverbünden in Nordrhein-Westfalen. Der sogenannte Metropolitan habe sich nicht in den Taktfahrplan des Nahverkehrs einfügen lassen. Deshalb sei der für Herbst 1997 geplante Start des neuen Zuges in Frage gestellt.

"Davon kann keine Rede sein", dementiert Bahn-Sprecher Martin Katz. Derzeit würden - wie in jedem Jahr - Gespräche geführt, um die Fahrpläne abzustimmen. Es sei noch zu früh, um über Ergebnisse dieser Verhandlungen zu sprechen. Für den Betrieb der neuen Verbindung wird die Bahn eine eigene GmbH gründen, an der sich später auch andere Unternehmen beteiligen können.

Der erste Metropolitan soll zwischen Hamburg und dem Rhein-Ruhr-Gebiet verkehren. Während heute ein Intercity von der Hansestadt nach Köln fast vier Stunden unterwegs ist, soll der neue Zug diese Strecke in weniger als drei Stunden schaffen. Möglich wird dies durch weniger Zwischenstopps: Der Metropolitan soll nur in Essen und Düsseldorf halten beim normalen Intercity sind es acht Stationen.

In der Pilotphase wird der Zug werktags viermal, samstags einmal und sonntags zweimal in jeder Richtung verkehren.

Neu ist die Innenausstattung der Züge: Sie werden nur noch eine Klasse haben. Es soll getrennte Bereiche für Arbeit, Ruhepausen und Kommunikation geben an jedem Platz sind Serviceruf, Stromanschluß sowie Radio- und eventuell Fernsehempfang vorgesehen. Speisen und Getränke werden in zwei Lounges oder auch am Platz serviert.

In Vorbereitung sind zunächst zwei Züge mit jeweils 410 Plätzen, die die Bahn zur Zeit grundlegend modernisieren läßt. Vor allem Geschäftsreisende will die Bahn mit ihrem neuen Angebot erreichen.