Weltweit feierten die Börsianer in den vergangenen Tagen neue Rekordstände. Allen voran glänzte erneut die Wall Street, aber auch London und Frankfurt überschritten historische Marken. Die danach folgenden leichten Rückschläge wurden als Konsolidierung verstanden. Auch der Dollar, der zeitweise die Marke von 1,53 Mark überschritten hatte, gab leicht nach. Dadurch verloren exportstarke Papiere etwas an Schubkraft. Gleichwohl konnten sich die Aktien der Großchemie gut behaupten. Sie gelten mit einem Kursanstieg in diesem Jahr von rund fünfzig Prozent als die Zugpferde des deutschen Aktienmarktes und haben wesentlich dazu beigetragen, daß der Dax seit Anfang Januar um neunzehn Prozent zugelegt hat.

Der Streit um die Kürzung der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall hat sich in den Papieren der Metallindustrie kaum niedergeschlagen.

Selbst Daimler, das hier einen Rückzieher gemacht hat, konnte weiter leicht an Boden gewinnen.

Schlußlicht der Branchen bilden weiterhin die Versicherungsaktien.

Obwohl Marktführer Allianz in diesem Jahr ein neues Ertragshoch ansteuert, hielt sich die Begeisterung für diese Papiere in Grenzen.