Die Gaudi wollte neulich morgen eine Brotzeit feiern und lud zu sich nach München ein. Als erstes stand sich eine Maß Bier ab.

Dann kam eine Brezen von der Oktoberfest-Wies'n herbeigefrisbeet.

Sie weichte sich erst einmal in Ruhe ein, weil sie durch den Schnürlregen hatte fliegen müssen. Das halbe Hendl gab seinen Knuspermantel aus Cholesteringründen an der Garderobe ab und fiel vom Fleisch.

Darüber war es Nachmittag geworden. Maß, Brezen und Hendl begannen sich zu sorgen, wo denn die zwei Weißwürstl wohl blieben? Die hatten noch nach dem süßen Senf gesucht und dabei ihr Verfallsdatum überschritten. So bekamen sie wenigstens Beine und konnten eilig voranschreiten. Huckepack nahmen sie je ein Wollwürstl.

Doch vor lauter Eile merkten sie gar nicht, daß die Wollwürstl Fäden zogen und sich ineinander verstrickten. An einem zufällig aus dem Bürgersteig wachsenden Nagel blieben die Wollwürstl schließlich hängen, und die Weißwürstl mußten ohne sie bei der Gaudi erscheinen.

Die konnte nun endlich Brotzeit feiern. Die Musi spielte auf, und die Gaudi wollte gerade an den Weißwürstl zutzeln, als es ganz hölzern an der Türe klopfte.Wer konnte das sein? Ein Hirsebrot!

Ein Hirsebrot? "I mechat gern bei der Gaudi mitmacha", sagte das Hirsebrot.