er nichts sagen will, sagt: Es ist alles gesagt.

Bundespressekonferenz, Dienstag morgen. Die Frage kommt wie erwartet: Wer, Herr Lafontaine, wird die SPD in den Wahlkampf führen? -

"Es ist alles gesagt."

Wenn aber alles gesagt ist, wirklich alles - was gilt dann? hakte ein sophistischer ZDF-Korrespondent nach. "Wenn alles gesagt ist", entgegnete der SPD-Chef kurz und knapp, "ist alles gesagt."

Die SZ bemerkte dazu: "Die alte Frage nach dem nächsten Kanzlerkandidaten der SPD ist ein Ruf der Verzweiflung über ein Land ohne Opposition."

Womit ja wirklich alles gesagt ist.

Der Außenminister fährt nach Peking, der Bundeskanzler nach Jakarta, und manch einer fragt sich, wie sie das, was sie sagen müssen, wohl sagen werden.