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Lange Ausbildungszeiten, viel beklagt in Deutschland, haben einen ansehnlichen Nebeneffekt - weniger Jugendliche tauchen in der Arbeitslosenstatistik auf. So manchem Finanzpolitiker gilt ein Platz im überlasteten Hochschulsystem gar als preiswerteste Sozialleistung, die der Staat jungen Leuten zu bieten hat. Beim Ländervergleich spielen viele Sonderfaktoren eine Rolle: Wo Frauen traditionell seltener eine akademische Laufbahn einschlagen, drängen sie früher auf den Arbeitsmarkt. Wo junge Männer lange Wehrdienst leisten, suchen nicht so viele einen Job. Doch überall gilt: Je mehr Ältere arbeitslos sind, desto schwerer finden auch Jugendliche eine Stelle.