BERLIN/PARIS. - Der Ort selbst schon ist ein atemberaubender Auftakt.

Das Dach der Grande Arche, in dreißig Stock Höhe wer durch die Glaszylinder nach oben gleitet, den umspült die Stadtmasse Paris.

Vor den Augen entrollt sich die triumphale Achse vom Louvre über den Arc de Triomphe bis hin zu den Hügeln der Isle de France.

Eine Kadenz imperativer Eindrücke. Derart hochgestimmt gerät der Besucher in die Ausstellung "Berlin - Une capitale en perspectives".

Über den Dächern von Paris betritt er einen Bunker ein Ensemble von Baugerüsten, Schalbrettern, C-Trägern, dazwischen märkischer Sand, empfängt ihn dort eine Inszenierungsidee, so krud wie naheliegend: "Berlin, die größte Baustelle Europas". Der Berliner wird die Tristesse der Zwischenzeit sofort wiedererkennen. Aber ob sie die Pariser animiert?

Eine Berlinausstellung hatte die französische Fachwelt schon lange gewünscht. Braune Modellklötzchen signalisieren, daß ein Drittel von Berlins Mitte neu entstehen wird. Die Dimension klingt an.

Gegenüber die Modelle des Bonner Regierungsviertels. Wie das?