Der deutsche Aktienmarkt stand bis Mitte der Woche im Zeichen einer Konsolidierungsphase. Der Dax konnte sein Rekordhoch nicht halten. Gewinnmitnahmen stoppten einen weiteren Anstieg und sorgten für abbröckelnde Kurse. Börsianer nannten als entscheidenden Faktor die Schwierigkeiten des Dollar, die Marke von 1,54 Mark nachhaltig zu überspringen.

Unter Druck gerieten vor allem zyklische Papiere, darunter die Aktien der Großchemie und der Autoindustrie. Die VW-Aktien wurden zusätzlich dadurch belastet, daß sich in den USA ein Gerichtsverfahren zwischen General Motors und Volkswagen abzeichnet. Als widerstandsfähig erwiesen sich dagegen erneut die Daimler-Aktien. Die Querelen um die neue Konzernstruktur haben den Daimler-Kurs bisher nicht sonderlich belastet.

Der sich auf dem Telekommunikationsmarkt immer deutlicher abzeichnende Wettbewerb schadete den Kursen der Versorgungsunternehmen, die sich in diesem Bereich engagieren. Vor diesem Hintergrund konnten RWE-Aktien trotz angekündigter Gewinnsteigerungen nicht profitieren.

Die Investoren stört, daß die Anlaufphase wohl länger und damit teurer wird als zunächst erwartet.