Alice Schwarzer: "B.B.", ZEIT Nr. 41

Obwohl ich als Übersetzerkollege durchaus im Glashaus sitze, läßt mich Alice Schwarzers Schelte doch nicht ruhen. Wohl wahr, daß man der Meinung sein kann, ein Buch sei ungenügend übersetzt, doch gebietet es der Anstand, dies auch zu belegen. Eine Arbeit pauschal abzuqualifizieren und die Übersetzerin dann mit der Höchststrafe zu belegen, indem man sämtliche Zitate, dieweil man's so viel besser kann, in der eigenen Fassung bringt, ist zumindest unfair - auch dem ZEIT-Leser gegenüber, dem wohl die Fähigkeit zu einer eigenen Meinung zuzutrauen ist. Oder sind B.B.s Ergüsse so subtil, daß ohnehin nur A.S. sie anständig ins Deutsche bringen kann?

Dr. Bernhard Kleinschmidt, München