Auch Bahnfahrer können am Urlaubsort mobil sein: Ab kommendem Jahr ist das in diesem Frühjahr eingeführte Ferienticket der Deutschen Bahn nahezu flächendeckend in Deutschland erhältlich.

Seit 1. April dieses Jahres gibt es das Ferienticket der Bahn.

Es soll einen Nachteil wettmachen, den Zugreisende gegenüber Autofahrern am Urlaubsort haben: die fehlende Mobilität. Mit dem Ticket können die Urlauber auf einem Netz von rund 400 Kilometer Länge alle Nahverkehrs- und InterRegio-Züge sowie einige InterCitys benutzen S- und U-Bahnen sind ausgenommen. Das Angebot gilt täglich nach 8.30 Uhr. Bislang gab es das Ferienticket nur für einen Zeitraum von drei Wochen.

Jetzt will die Bahn ihr Ferienticket attraktiver und ihre Kunden noch flexibler machen: Vom kommenden Jahr an ist es nahezu flächendeckend für knapp 60 deutsche Urlaubsregionen erhältlich - bisher waren es nur 26. Die Karte wird künftig mit einwöchiger Gültigkeit verkauft und damit für Kurzurlauber billiger. Eine Woche kostet für die erste Person 40 Mark (weitere Personen je 20, Kinder 10 Mark). Bei Bedarf können für die Hälfte dieser Preise Zusatzwochen gekauft werden. Wer also drei Wochen buchen will, zahlt statt bisher 60 künftig 80 Mark.

Weitere Neuerungen: Wer größere Ausflüge unternehmen will, kann ein benachbartes Streckennetz nutzen - für 20 Mark Aufschlag pro Woche (weitere Personen 10, Kinder 5 Mark). Und auch für Radfahrer wird das Ferienticket attraktiver. Sie müssen für ihr Rad nicht mehr - wie bisher - jede einzelne Strecke bezahlen ab 1997 sind für 5,60 Mark (neue Bundesländer: 5 Mark) beliebig viele Fahrten am Tag möglich.

Geändert werden auch die Bedingungen für den Erwerb: Der Mindestwert von 199 Mark, der zum Kauf berechtigt, gilt nicht mehr für eine Person, sondern für alle Urlauber auf dem Fahrschein.

In Baden-Württemberg können Urlauber mit dem Ferienticket auch Privatbahnen und Buslinien benutzen sowie - mit fünfzig Prozent Ermäßigung - Schiffsstrecken auf dem Bodensee.