Operation mincemeat - zu deutsch: Operation Hackfleisch - war eine Aktion des britischen Geheimdienstes MI5 im Jahre 1943, mit der den Nazis erfolgreich vorgetäuscht wurde, daß die Alliierten nicht in Sizilien, sondern in Sardinien landen würden. Jetzt hat ein Amateurhistoriker die Geschichte dank neu veröffentlichter Akten vervollständigt. Am 28. Januar 1943 verzehrte ein geisteskranker Obdachloser in London Rattengift und starb. MI5 stattete die Leiche mit Uniform und Papieren eines Majors der Königlichen Marine aus und kettete eine Aktentasche mit gefälschten Landungsplänen für Sardinien an seinen Arm so detailversessen waren die Spione, daß sie dem Toten das Photo einer fiktiven Verlobten im Badeanzug in die Brusttasche steckten. Dann wurde die Leiche auf Trockeneis gelegt, auf ein U-Boot gebracht und bei Gibraltar ins Meer geworfen.

Dort ging sie einem spanischen Fischer ins Netz, welcher die Papiere der deutschen Botschaft in Madrid zuspielte. Bald vermeldeten MI5-Agenten aus Berlin den Erfolg der Operation: "Hackfleisch verschluckt - mit Haken und Angel." Die legendären Aktivitäten der Geheimdienste im Weltkrieg: Manches war doch genau so, wie es sich Dr. Lieschen Müller immer schon vorgestellt hat.