Als Leseratten sind die Windsors in den vergangenen Jahrhunderten nicht in Erscheinung getreten. Doch wie so vieles in jüngster Zeit hat sich auch das geändert. 1996 war ein Jahr der Bücher.

"Princess in love", so hieß das erste. Autor: James Hewitt, Dianas Reitlehrer. Man war nicht amüsiert. Erst recht nicht, als Mrs.

Vasso Kortesis, Fergies griechische Wahrsagerin, ihr von Palasteinsichten überquellendes Nähkästchen öffnete. Und zuletzt lieferte James Bryan, der es als königlicher Zehenlutscher zu Ruhm brachte, seine "Kiss-and-tell-Story" ab. Der Verlag bewies auch beim Timing Geschick.

Der Erstverkaufstag: genau zwei Wochen vor "My story", dem Bekenntnis, das die Herzogin von York ihrerseits der Öffentlichkeit vorlegte.

Nun verstaubt die deutlich von der Zensur gekappte Sarah-Story in den Regalen, während Finanzberater Bryan endlich wieder ein paar chips einstreichen kann. So nannte die rothaarige Prinzessin das, wovon sie nie genug bekommen konnte, nämlich Geld.

Und was macht Diana, die "Königin der Herzen", die so überzeugend beklagte, daß es in ihrer Ehe "etwas eng" zuging? Nun, den Prinzen ist sie los, doch glücklicher kommt sie uns deshalb nicht vor.

Immer wieder hat sie sich zudringlicher Verehrer zu erwehren.