Etliche Pflanzen bringen Blüten hervor, die sich nicht von selbst öffnen, sondern von Vögeln aufgepickt werden müssen. Die Gewächse bekommen daher ein Problem, wenn die Vogelpopulation zurückgeht.

Biologen in Neuseeland haben indes beobachtet, daß der Mistel Peraxilla tetrapetala in diesem Fall unverhoffte Hilfe naht: in Form einer winzigen Biene (Nature, Bd. 384, S. 615). Sie beißt eine halbe Minute lang an den spannungsgeladenen Pollenbehältern herum, die sie an Größe bei weitem übertreffen. Zwar taugt das Insekt nicht als Bestäuber, aber wenn erst einmal der Pollensack geplatzt ist, lockt er auch größere Insekten an - und die Fortpflanzung nimmt ihren Lauf.