Der Osten gedeiht, rein sprachlich: Die Menschen in den neuen Bundesländern sprechen zunehmend in ihren heimischen Mundarten - sagt der Sprachwissenschaftler Klaus Bochmann von der Universität Leipzig. Der Osten hole nach, was im Westen schon stattgefunden hat: die Aufwertung des Dialekts. Warten wir also nicht nur auf die Angleichung der Lebensverhältnisse, freuen wir uns auch über die Differenz der Sprachverhältnisse. Insbesondere das Sächsische, so Bochmann, floriere. Es werde "salonfähig". Awwer was meent dr Schbrachegsberde mit salongfähich?

Das Haus dr Schbrache war in Sachsen doch keen Blattenbau. Und daß Sächssch eene Mundart is, mecht mr bezweifeln. Im Geschenteil.

Schon der große Goethe hat in Leipzsch unser Hochdeutsch geiebt.

Salongfähich missen mr nicht erscht wern bei unser Lebensart.

Das midder fimften Besatzungsmacht un ihrer Schbrache war eene gemeene Unterstellung, nur weil de Leite neidsch warn ieber de fischelanten Sachsn. Das warn ehm de Identitätsprobläme, die de annern mit uns hadden. De Nachrischt vom Schbrachegsberden is ja ganz scheen. Awwer mr wissen ooch, wenns scheener wär, wärs scheener.