In Österreich gilt es in diesem Jahr wieder einmal, einen großen Musiker zu feiern. Der 200. Geburtstag von Franz Schubert ist Anlaß für Ausstellungen und Konzerte.

Am 31. Januar 1797 wurde in der Nußdorferstraße 54 im 9. Wiener Bezirk Franz Peter Schubert als zwölftes von vierzehn Kindern geboren. Er wurde Sängerknabe in der Hofkapelle, war zeitweise Hilfslehrer an der Schule seines Vaters und komponierte rund tausend Werke - mehr als Mozart.

Mit der weltweit größten Schubert-Schau wird vom 3. Mai bis zum 7. September im Dreiländereck um den Bodensee (Österreich, Deutschland, Liechtenstein) des Musikers gedacht. Drei Ausstellungen sollen das Gesamtphänomen deutlich machen. Schuberts Leben und seine Persönlichkeit werden unter dem Motto "Ich lebe . . ." im Palais Liechtenstein im Vorarlberger Feldkirch gewürdigt. Sein musikalisches Schaffen dokumentiert die Ausstellung auf Schloß Achberg ". . . und komponiere . . ." mittels schriftlicher Zeugnisse und Schubert-Autographen ". . . wie ein Gott" befaßt sich im Haus zum Cavazzen im bayerischen Lindau mit dem Schubert-Bild der Nachwelt. Die Hauptausstellungen sind dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Sonderschauen unter anderem im Heimatmuseum Schwarzenberg ("Schubert und sein Werk als Postkartenmotiv") oder in Schaan im Fürstentum Liechtenstein ("Schuberts Winterreise") ergänzen das Projekt.

Seit mehr als zwanzig Jahren findet jeden Sommer in Vorarlberg die Schubertiade statt, ein hochkarätig besetztes Festival in Feldkirch. In diesem Jahr sind vom 18. Juni bis zum 1. Juli unter anderem András Schiff, Barbara Hendricks und das Alban Berg Quartett mit dabei. Ein Arrangement vom 27. bis zum 30. Juni kostet mit drei Übernachtungen, Frühstücksbuffet und Konzertkarten von umgerechnet 765 Mark an. Auskunft: Vorarlberger Landesreisebüro, Marktstraße 18d, A-6850 Dornbirn, Tel. 0043-5572/277 62 14.

Natürlich gedenkt auch Wien seines Musensohnes. So wird zum Beispiel unter dem Motto "Verehrtes Vorbild: Brahms & Schubert" vom 27.

Januar bis zum 15. April im Musikverein am Karlsplatz der Einfluß des Komponisten auf die nachfolgende Generation verdeutlicht.

Im Theatermuseum am Lobkowitzplatz erinnert vom 31. Januar bis zum 26. Oktober eine Ausstellung an die wenig bekannten Bühnenwerke Schuberts. Unter anderem 300 Originalkompositionen zeigt das Historische Museum der Stadt Wien vom 8. Mai bis zum 31. August.