Kein Zweifel mehr: Die SPD betreibt das Geschäft der PDS. Da beschuldigt doch der SPD-Bauexperte Peter Conradi die Bundesregierung, sie halte ihr eigenes Kostengutachten über den asbestverseuchten Ostberliner Palast der Republik zurück. Und wäre das nicht verständlich? Leider ist wohl die Sanierung doch nicht teurer als der Abriß, sondern viel billiger: 102 zu 150 Millionen.

Prompt will die Baustadträtin von Berlin-Mitte, Karin Baumert (PDS), die Mokka-Bar des Palasts wieder öffnen. Um es deutlich zu sagen: Wir Demokraten sind dagegen, daß sich dort Stalinisten bei Westkaffee und Russisch Brot ins Unrechtsregime zurückträumen.

Wehret den Anfängen!

Am schwierigsten gestaltet sich naturgemäß die Bekämpfung des sogenannten gesunden Menschenverstands: Der Palast sei ein intaktes Funktionsgebäude. Er repräsentiere nicht mehr die DDR, sondern ost-, also gesamtdeutsche Geschichte. Der Umgang mit dem Palast sei eine Probe auf die Einheit - die Einheit ist vollendet, und Berlin hat genug Geschichte: Siegessäule, Hohenzollerndom und -damm, Zeughaus, Alte Wache, Zoo . . . Es fehlt nur noch das Schloß.

Wieviel würde denn ein neues Gutachten kosten?