In Ostdeutschland blüht, wächst und gedeiht die Wirtschaft - unsichtbar für die Augen der gemeinen Ökonomen, die Wirtschaftswachstum in den neuen Ländern kaum noch mit der Lupe erkennen. Gut sichtbar aber offenbar für Günter Rexrodt. Was sonst als diese Entdeckung kann es gewesen sein, die den Wirtschaftsminister auf die Idee brachte, den Kündigungsschutz noch weiter abzubauen? Der Gesetzgeber hat das Heuern und Feuern nämlich im vergangenen Herbst für Betriebe mit weniger als zehn Beschäftigten erlaubt und damit der Masse der west- und vor allem der ostdeutschen Firmen die offenbar so dringend benötigte Freiheit gegeben.

Nun will Rexrodt die Wohltat auch den größeren Unternehmen zukommen lassen. Recht hat er: Ein Volk von Tagelöhnern sollten wir werden.

Dann würden die Unternehmen endlich investieren und die Wirtschaft wieder wachsen. Dann würden wir vielleicht auch täglich einen anderen Wirtschaftsminister haben. Schöne Aussichten!