"Lang ist auch die Liste der zum Verschwinden gebrachten Wörter.

Wann zum Beispiel haben Sie zum letzten Mal - außerhalb des Kabaretts - von den ,lieben Brüdern und Schwestern im Osten` etwas vernommen?

Und wie steht es mit der Freiheit, die wir haben, über uns selber zu bestimmen? Da der Gebrauch von Freiheit des öfteren nicht ausfällt wie seitens der Obrigkeit erwünscht und erwartet, wird der einst so strapazierte Begriff kaum mehr in Erinnerung gebracht. Wir erleben also das gezielte Weglassen bestimmter Worte, worin Orwell eines der Elemente von Neudenk/Neusprech sah."

Klaus Höpcke,

ehemaliger Kultusminister der DDR, "Junge Welt"

"Es ist die übliche Arroganz, die gern ans Herz drückt, was sie so überraschend bekommen hat. Um einem offenkundig peinlichen Informationsdefizit bei Manfred Bissinger abzuhelfen: Seit dem 9. November 1990 - einem irgendwie doch recht symbolischen Datum - existiert die Ost-West-Wochenzeitung FREITAG, die sich mit einigem Auf und Ab immerhin seit über sechs Jahren in der gesamtdeutschen Medienszene behauptet. 40 Prozent unserer Leserinnen und Leser kommen aus den neuen Bundesländern, 60 Prozent aus den alten, womit der FREITAG die einzige Wochenzeitung ist, die im Osten und Westen Deutschlands gleichermaßen Beachtung findet."

Die Redaktion des "Freitag"