"Die Krankheit wird schon halb zum Spaße,

weiß man: Das zahlt ja doch die Kasse!"

Der Spaß, den der Münchner Schriftsteller Eugen Roth einst spöttisch beschrieb, ist vielen, die bei den gesetzlichen Krankenkassen versichert sind, inzwischen vergangen: Seit Jahren steigt die Eigenbeteiligung an Arzneimitteln, für Kuren und Krankenhausaufenthalt.

Dieser Trend setzt sich auch 1997 weiter fort.

Zunächst klettert - wie alle Jahre wieder - die Beitragsbemessungsgrenze.

Diese Schwelle, an der sich Pflichtmitglieder und freiwillig Versicherte scheiden, erhöht sich zum 1. Januar von 6000 Mark auf 6150 Mark in den alten beziehungsweise von 5100 auf 5325 Mark in den neuen Bundesländern. Versicherte, deren regelmäßiges Einkommen unterhalb dieser Grenze liegt, werden automatisch versicherungspflichtig in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

Wer glaubt, dies sei nur von formalistischem Interesse, der irrt.