Cyborgs werden jene Phantasiewesen genannt, die eine Kreuzung aus Mensch und Roboter sind. Ob sie je existieren werden, weiß niemand - aber eines gibt es in Japan immerhin schon: vercyberte Kakerlaken, Vorboten eines Alptraums. Biorobotiker der Universität Tokio um Isao Shimoyama betäuben Kakerlaken, reißen ihnen die Flügel ab und plazieren eine Schaltung auf den Insektenrücken, die den Beinen Impulse gibt und vom Menschen ferngesteuert wird.

"Robo-roach" funktioniert nicht sehr lange, und der Herstellungsprozeß ist mühselig. Doch das sind vermutlich nur Anfangsprobleme. Heerscharen von technisierten Kakerlaken lassen sich denken, ausgestattet mit Kameras und Mikrophonen, ferngesteuert von weltweit vernetzten Computern. Sie wären im Bauwesen oder in der Landwirtschaft einsetzbar, im Umweltschutz oder im Krieg.