Wenn Männer zusammensitzen, wird häufig über andere gelacht, etwa über Blondinen. Wenn sich dagegen Frauen treffen, lachen sie häufig über sich selbst. Dies legt eine Studie der Konstanzer Linguistin Helga Kotthoff nahe. Frauen hätten nicht das Gefühl, sich durch das Erzählen eines Mißgeschicks vor den anderen zu blamieren.

Vielmehr gelte die Erzählerin in der Frauenrunde als starke Persönlichkeit, weil sie über sich selbst lachen könne, Spaß verstehe und selbst im Negativen noch das Positive sehe. Die weiblichen Selbstoffenbarungen, so mutmaßt Kotthoff, fördern den Gemeinsinn. Männer hingegen meiden solche Entblößungen. Sie fürchteten etwaigen Konkurrenten gegenüber Schwäche zu zeigen.