Schon zur Geburt bekam Klaus-Peter Jörns vom Vater eine Modelleisenbahn geschenkt. Jetzt, 57 Jahre später, erhielt Jörns das Patent für eine Erfindung, die Magnetschnellbahnen ins Herz der Städte bringen soll, ohne daß dafür eine Schneise in die Häuserschluchten geschlagen werden muß. Die Idee dazu kam ihm, als er mit seiner Modelleisenbahn spielte.

Magnetschnellbahnen sind unter anderem deshalb so aufwendig, weil für jede Strecke eine neue Trasse gelegt werden muß. Insbesondere in den Städten ist das ein teures Unterfangen. Jörns schlägt daher vor, den Magnetzug vor den Toren der Stadt auf spezielle Eisenbahnfahrgestelle schweben und dann über das Schienennetz der Bahn rollen zu lassen.

Die einzelnen Segmente des Transrapid könnten sogar an verschiedene Triebwagen gehängt werden und - wie klassische Kurswagen - mehrere Ziele anpeilen, etwa Berlin-Wannsee, Bahnhof Zoo und Potsdam.

"So würde der Transrapid Regionen verbinden und nicht nur Innenstädte", erklärt der stolze Erfinder.

Huckepack kann der Transrapid statt 400 Kilometern pro Stunde höchstens ICE-Tempo erreichen. Doch spielt das im Stadtbereich keine große Rolle. Der Zeitverlust würde für die meisten Passagiere ohnehin mehr als wettgemacht, denn sie kämen ihrem eigentlichen Reiseziel ohne umzusteigen näher, meint Jörns. Überdies verringerte sich das Gedrängel an den Bahnhöfen. Die Magnetschnellbahn Planungsgesellschaft hofft immerhin auf täglich 40 000 Fahrgäste, die sich durch den Hamburger Hauptbahnhof und den Terminal in Berlin schieben müßten.

Einen Nachteil seiner Erfindung gesteht Jörns ein: Der Transrapid ist etwas breiter und höher als die Züge der Bundesbahn. Deshalb müßten Signalmasten versetzt und Bahnhöfe neu gestaltet werden.

Vorsorglich hat Jörns bereits ein Patent für Bahnsteigkanten angemeldet, die sich der Breite des nahenden Gefährtes anpassen.