Bald werden in Deutschland mehr Sterne strahlen als je zuvor.

Nach langen Jahren der Diskussion können sich Hotels jetzt nach Kriterien klassifizieren lassen, die in allen Bundesländern einheitlich sind.

Niedersachsen und Bayern geben ihren Betrieben schon seit einiger Zeit die Möglichkeit, sich Sterne an die Hoteltür zu heften. In Bayern zum Beispiel sind von 6000 Unternehmen, die dem Hotel- und Gaststättenverband angehören, rund 1000 Häuser besternt. Seit dem vergangenen Herbst werden nun auch in Rheinland-Pfalz und in Baden-Württemberg Sterne vergeben.

Die "Deutsche Hotelklassifizierung" teilt in fünf Gruppen: ein Stern ("Tourist"), zwei Sterne ("Standard"), drei Sterne ("Komfort"), vier Sterne ("First Class") und fünf Sterne ("Luxus"). Jeder Betrieb füllt einen Fragebogen zur Einstufung aus, eine "Plausibilitätsprüfung" untersucht die Angaben, von einer "Bereisungskommission" werden Zweifelsfälle gesichtet, außerdem werden zehn bis fünfzehn Prozent der Häuser bei Stichproben angeschaut.

Besonders gründlich war man in Rheinland-Pfalz, dort wurde jedes der 359 Häuser besucht, denen mittlerweile ein Sternzeichen verliehen wurde. Die meisten befinden sich in der Dreisternekategorie.

Auch in Sachsen wurden bereits einige Betriebe ausgezeichnet, vor allem in Dresden und Chemnitz.

In Baden-Württemberg interessierten sich innerhalb von drei Monaten 1000 Hoteliers für die Sternekriterien. Rund 350 bekamen im Herbst die Auszeichnungen. Hier ging man sogar noch einen Schritt weiter und gründete eine Gesellschaft zur Förderung des Tourismus, die sich nicht nur um die Klassifizierung kümmert, sondern auch um die besondere Vermarktung dieser Häuser.