Dafür zahlt es Lizenzgebühren an die alte Olivetti, die sich mit zehn Prozent an der neuen PC-Holding in Luxemburg beteiligt. Diese wiederum gründet eine italienische Gesellschaft für Produktion und Vertrieb in Italien und eine Gesellschaft in Holland für das internationale Geschäft.

In Europa hatten die Olivetti-PCs zuletzt 3,5 Prozent Marktanteil, in Italien noch 13,8 Prozent. Einen bedeutenden Teil der Produktion wird die alte Olivetti auch weiterhin abnehmen: Ihre Informatikabteilung Systems Services, europaweit führend im Geschäft der Bankenrationalisierung, sowie die Abteilung für Büroausrüstung Lexikon Systems brauchen diese Rechner.

Was aber wird geschehen, wenn die alte Olivetti irgendwann entdeckt, daß andere Hersteller PCs billiger liefern als die Piedmont International?

Schließlich scheiterte auch die Ehe mit AT&T recht bald daran, daß Olivetti die von den Amerikanern zugelieferten PCs zu teuer waren. Die beiden trennten sich. In diesem Fall aber läge die Sache komplizierter: Auch nach der Trennung könnten beide Partner Anspruch auf den Namen Olivetti erheben - vorausgesetzt, sie legen noch Wert darauf.