Nur wer den "Fänger im Roggen" gelesen hatte, damals, in den sechziger Jahren (oder gar "The Catcher in the Rye", in den Fünfzigern), und dann, süchtig geworden durch diesen Anti-Entwicklungsroman um Holden Caulfield und seine kleine Schwester Phoebe, auf jede neue Seite von Jerome David Salinger wartete - nur der kann ermessen, was es bedeutet, daß nun nach 34 (vierunddreißig) Jahren wieder ein Buch dieses Autors erscheinen soll. Salinger, der den Umgang mit der Welt verweigerte, was den Jagdinstinkt der Presse natürlich schärfte, publiziert jetzt in der Orchises Press, einem kleinen Verlag in Alexandria, Virginia. Nie gehört? So soll es sein, wenn man erfolgreich auf Weltflucht ist! "Hapworth 16, 1924", so der Titel, ist im übrigen eine Sensation mit Schalldämpfer.

Die Geschichte wurde schon einmal gedruckt, 1965, im New Yorker, 19. Juni, Seite 32 bis 113. Wir halten unsere Spannung unter Kontrolle und lesen erst noch einmal unsere Lieblingsgeschichte von Salinger: "A perfect day for Bananafish".