Die Sache wurmt mich. Ich vertraue mich der Dame an der Hotelrezeption an. Sie ist auch der Meinung, daß der Englische Friedhof falsch sei. "Der Termino der 28 müßte viel weiter westlich liegen. Aber wir haben doch hier am Spanischen Platz den Busbahnhof, die müßten das wissen."

Am nächsten Morgen, noch vor dem Frühstück, eile ich zu diesem Bahnhof. Zwanzig Busse und zwanzig Fahrer stehen herum. Ich erkläre mein Problem. "Mit Eléctricos haben wir nichts zu tun." Der Busfahrer spuckt aus, wie mir scheint voller Verachtung. "Da drüben ist ein Häuschen von denen, vielleicht wissen die was."

"O termino do electrico 28", sage ich und bitte ihn, mir die Station auf meinem Stadtplan einzuzeichnen. Er sieht mich streng an. Eine ganze Weile. Dann holt er ein Buch heraus. Er blättert darin.

Hinter mir bildet sich eine Schlange, Unmut wird laut. Der Mann stellt das Buch zurück und holt ein anderes heraus. Er blättert darin. Der Unmut hinter mir wird jetzt sehr laut. Doch der Mann läßt sich nicht beirren. Er blättert von vorn und von hinten.

Dann nimmt er meinen Stadtplan, malt einen kleinen Kreis hinein und sagt, da befände sich die Endhaltestelle der 28.

Der Taxifahrer meint indes, in diesem Kreis sei noch nie eine Straßenbahn gesichtet worden. Doch er bringt uns gutwillig hin, und wir fahren alle Quersträßchen ab, die es in diesem Radius gibt. Entmutigt steigen wir schließlich aus - da steht ein Polizist vor uns. Ich frage ihn. Man merkt, wie es in ihm arbeitet. Schließlich sagt er: "Gehen Sie dort hinunter und dann . . . und dann . . .

und dann nach rechts." Mein Instinkt weist mir einen anderen Weg.