Sie wurden ausgewickelt, seziert und zerstört, später dann, dank moderner Diagnosetechnik, geröntgt, durchleuchtet und in Kernspintomographen geschoben. Einzig zu dem Zweck, wissenschaftliche Neugier zu befriedigen und endlich ihr Geheimnis zu lüften. Dennoch haben sie, aller Transparenz zum Trotz, ihren Zauber bis heute nicht verloren.

Über die Faszination der ägyptischen Mumien berichtet jetzt eine in Deutschland einzigartige Ausstellung im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe (Steintorplatz 1), für die Objekte aus bedeutenden in- und ausländischen Sammlungen zusammengetragen wurden. Zu sehen sind Mumien aus der Zeit zwischen 800 vor und 300 nach Christus, Totenmasken, Portraits, kostbare Grabbeigaben sowie kunstvoll bemalte Särge. Begleitend dazu läuft im Museum eine Multivisionsshow, in der Besucher am Computerbildschirm Einblick in das Innere eines mumifizierten Menschen nehmen können. Die Ausstellung "Das Geheimnis der Mumien - Ewiges Leben am Nil" dauert bis zum 20.

April und ist täglich von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 21 Uhr geöffnet, Eintritt 12 Mark. Der reich bebilderte Katalog ist im Prestel-Verlag erschienen und kostet 29 Mark.