Paul Davies ist im angelsächsischen Sprachraum einer der bekanntesten Wissenschaftsautoren. Der Professor für theoretische Physik und Wissenschaftsphilosophie an der Universität von Adelaide in Australien beschäftigt sich in seinen Büchern, wie etwa "Gott und die moderne Physik" oder "Die Unsterblichkeit der Zeit", auf verständliche und sachkundige Art vorwiegend mit Grenzbereichen des naturwissenschaftlichen Wissens und den damit zusammenhängenden philosophischen Fragen.

Nun liegt ein neues Buch von ihm vor, "Die letzten drei Minuten", aus dem wir diesen Text entnommen haben. Das Werk, das Anfang Februar in der Reihe "Science-Masters" bei Bertelsmann erscheint, ist als ironische Antwort auf Steven Weinbergs berühmten Bestseller "Die ersten drei Minuten" gedacht. Nobelpreisträger Weinberg beschrieb 1977 detailliert die Abläufe wenige Augenblicke nach dem Urknall. Nun lehnt Davies sich an das berühmte Vorbild an und stellt die vielen denkbaren Theorien über das definitive Ende des Kosmos vor. Wird das Universum mit einem Knall oder einem Klagelaut enden, wird es überhaupt enden? Und wird die Menschheit (oder unsere Nachkommen, die vielleicht eher Biorobotern ähneln) weiterleben?

Der Leser, der sich auf solche Fragen einläßt, wird von Davies auf eine ebenso schwindelerregende wie vergnügliche Reise geschickt.

Das Buch sei "nicht ganz und gar apokalyptisch", sagt der Physikprofessor im Vorwort. Aber möglicherweise sieht man die eigene irdische Existenz nach der Lektüre mit etwas anderen Augen.