Man muß ihm nur die richtigen Fragen stellen, dann gibt er auch die richtigen Antworten. "Ich habe Jürgen Klinsmann nie gehaßt", lesen wir als Schlagzeile über einem Interview, das Lothar Matthäus, ob verläßlich brisanter Statements berühmte Führungskraft des FC Bayern, dieser Tage der Süddeutschen Zeitung gegeben hat. Es stockt uns der Atem, ein Axiom des deutschen Fußballs gerät ins Wanken. Sollten wir es, noch gerade rechtzeitig zum ersehnten Ende der fußballosen, der schrecklichen Zeit der Winterpause, tatsächlich noch erleben - das Ende einer wunderbaren Feindschaft?

"Daß ich die Dinge mit einer Überlegung weniger als andere sage, das weiß jeder. Aber ich stehe zu dem, was ich gesagt habe." So spricht nur einer, der auch den Ball mit einer Drehung weniger als andere an den Mann bringt. Einerseits. Andererseits: "Ich habe gemerkt, daß ich nicht alles so sagen darf, wie ich es mir denke."

Wer deutet die Zeichen und Zeilen? Ehe wir verunsichert innehalten im Hipp-Hipp-Hurra, noch dieses tröstliche Zitat: "Ich bin zur Zeit ein zufriedener Mann. Ich möchte nicht mehr 25 sein. Probleme wird es immer geben, meine stehen eben in der Zeitung" (Matthäus, 4-2-4).