1972

Dieses Jahr gilt in Kennerkreisen als das Geburtsjahr für die Computerund Videospieleindustrie. Echte Computer für den Heimbedarf gab es zu diesem Zeitpunkt eigentlich noch gar nicht. Die Computer dieser Generation füllten noch ganze Wandschränke und waren mit ihren Fähigkeiten weit davon entfernt, als Spielemaschinen genutzt zu werden. Anders sah dies bei Videospielesystemen aus: Der Urvater war das Magnavox Odyssee. Immerhin gab es dafür schon sechzehn verschiedene Spiele und eine Lichtpistole. Unabhängig von den Magnavox-Kollegen legte 1972 Nolan Bushnell mit dem Spieleautomaten Pong den Grundstein für das Atari-Imperium.

1974

Zwei Jahre ließ eine Heimversion von Pong auf sich warten. 1974 kamen die ersten Heimkonsolen in die Läden, auf denen das minimalistische Tennis lief. Im Normalfall war das Programm fest in das Gerät eingebaut (und somit nur für Pong tauglich), zwei Drehregler dienten dem Spieler als Steuergerät, angeschlossen wurde die Konsole an einen Schwarzweißfernseher.

1977

Drei Jahre nach dem Pong-Erfolg veröffentlichte Atari eine - damals revolutionäre Spielemaschine für den Heimgebrauch: das VCS 2600. Ihr toller Sound und bunte Graphik machten aus der Konsole einen echten Renner. Der Clou: Statt mit eingebauten Programmen arbeitete das VCS mit Modulen. Wollte man ein neues Spiel spielen, wurde einfach das passende Modul gekauft und in den dafür vorgesehenen Schacht gestöpselt. Binnen kurzem gab's für das VCS eine ganze Reihe nützlicher (und weniger nützlicher) Zusätze - beispielsweise eine Tastatur.