Vielen Lesern wird er in guter Erinnerung sein: Dietrich Strothmann, von 1961 bis 1989 politischer Redakteur und respektierter Autor der ZEIT. Weil er als junger Mann die Schrecken des Zweiten Weltkriegs erlebt hatte, galt sein vorrangiges Interesse dem Nachhall dieser Katastrophe und den Konsequenzen, die die Deutschen aus ihr zu ziehen hatten. Er schrieb über den Nahen Osten, besonders über Israel, und beobachtete die großen NS-Prozesse in den sechziger und siebziger Jahren. Seine Beiträge zeichneten sich aus durch Engagement und faires Urteil. Auch heute noch meldet sich der gebürtige Berliner zu Wort, wenn sich in den Umgang mit der deutschen Geschichte Vergeßlichkeit einschleicht. Am Mittwoch dieser Woche wurde Dietrich Strothmann siebzig. Die Kollegen gratulieren.