Die Tauchkünste der Königspinguine stellten die Wissenschaft bisher vor ein Rätsel. Die Schwimmvögel können bis zu siebeneinhalb Minuten tauchen, obwohl ihr Körper zu klein zu sein scheint, die dafür benötigte Menge Sauerstoff zu speichern. Nun haben Zoologen aus Straßburg, Birmingham und Kiel den Trick gefunden: Die Tiere senken ihre normale Körpertemperatur von 38 Grad herunter - bis auf 11 Grad. Das drosselt den Stoffwechsel und senkt den Sauerstoffverbrauch. Möglicherweise wenden auch menschliche Rekordtaucher, die mit Yogaübungen das Luftanhalten trainieren, das Prinzip des gedrosselten Stoffwechsels an, spekulieren die Forscher (Nature, Bd. 388, S. 64).