Wie unsere Korrespondenten exklusiv berichten, verneigten sich Papst Wojtyla und Mutter Teresa. Mike Tyson und Rita Süssmuth.

Ja, es verneigten sich sogar Menschen, denen es sonst doch am Respekt für den Mitmenschen fehlt, es verneigten sich die Herren Pol Pot und Karadzic.

Es verneigten sich auch, vom Sommerwind aufgewühlt, die Ähren und die Blumen und die blätterbeladenen Bäume. Es verneigten sich die Fische in den Wassern und die Vögel in den Lüften. Sogar die schneebedeckten Berge hätten sich gern an diesem Tage verneigt - wenn der Allmächtige ihnen hierzu die Mittel gegeben hätte.

So wurde auf wunderbare Weise wahr, was die Bild-Zeitung zu Boris Beckers Abschied aus Wimbledon schrieb: "Die ganze Welt verneigt sich."

Und nun? Nun nichts mehr. Das Leben geht weiter, aber wohin, warum, wozu? "Nach Boris kommt die große Leere", schreibt das Hamburger Abendblatt. Und die Süddeutsche Zeitung vergleicht die verlassenen Deutschen mit dem Fischer und seiner Frau, die plötzlich wieder im Pißpott wohnen.

Daran ist jedes Wort wahr. Vorbei die wohl glücklichsten zwölf Jahre, die unser leidgeprüftes Vater- und auch Mutterland erleben durfte. Diese Zeit, die Becker-Zeit vom 7. Juli 1985 bis zum 3.

Juli 1997, wird dereinst in den Geschichtsbüchern als "Leimener Republik" verzeichnet stehen.