Pfffffff. Wer kennt es nicht, das schaurig-schöne Prickeln beim Aufblasen eines Ballons. Wenn er langsam dick und prall wird. Wenn sich seine Haut anspannt und zu glänzen beginnt. Wenn sie immer fester, immer dünner wird.

Bis kaum noch Luft hineing... Bumm.

Schaurig-schönes Prickeln verspüren zur Zeit auch die Akteure an der Börse.

Immer wieder ist auch dort von Bubbles die Rede, von Blasen, die die Börsianer in Angst und Schrecken versetzen. So wie Luftballons werden sie größer und größer, um dann ohne Vorwarnung mit lautem Knall zu zerbersten.

Schon der große Krach von 1929 wurde auf das Platzen einer Blase zurückgeführt. Wie auch der große Krach von 87. Und natürlich der ganz große Krach von Tokio.

Blasen, darunter versteht man aufgeblähte Kurse, die nichts mehr mit der tatsächlichen Lage der Wirtschaft zu tun haben. Eine gängige Blasentheorie besagt, daß es immer dann zur Blasenbildung kommt, wenn die Zocker das Zepter übernehmen. Wenn also die soliden Investoren ins Hintertreffen geraten. Aber wann das der Fall ist oder wann nicht, kann keiner genau sagen.

Eine andere These vertritt der Ökonom Joseph Alois Schumpeter. Er sieht die Ursache in der geistigen Beschränktheit der Börsianer. In ihrem Unvermögen, Wunsch und Wirklichkeit auseinanderzuhalten. Statt sich am realen Wachstum der Wirtschaft zu orientieren, gäben sie sich der "törichten Hoffnung" hin, früher oder später werde die Wirtschaft ihren Kursen folgen.