Heute reiß ich Bäume aus!

So war mir zumut heut morgen.

Das legt sich. Und um die Bäume

mach dir weiter keine Sorgen.

Wer das schrieb: Klapoltrian? Mixmogel? Spingkinkel? Schneepudel? Fiftifeif?

Guggenmos. Josef Guggenmos ist sein Name, er hätte ihn wie die anderen auch selber erfinden können. Man liest ihn einmal, man wird ihn schwerlich wieder vergessen. Anfang des Monats haben diejenigen, die ihn kennen, die ihn lesen, seine Poetereien lieben, gefeiert, sofern sie davon gewußt haben, daß er unter der Hand 75 Jahre alt geworden ist.

Wie zur Feier des Jahres ist nun genau so ein Büchlein von ihm herausgekommen, wie das, mit dem er sich vor mittlerweile einunddreißig Jahren eingeführt hatte, mit Kindergedichten, "Lustigen Versen für kleine Leute" auf 48 Seiten (1956). Das neue ist genau so dick (oder dünn) und heißt "Katzen kann man alles sagen". Man hätte auch keine Seite mehr gebraucht, um den Autor so vorzufinden, wie er ist und womit er sich seinen stillen, unterdessen legendären Ruf erworben hat: mit Gedichten für Kinder, mal mit drei oder vier, mal mit sechsunddreißig Zeilen - aber dann ist es schon eine in Versen erzählte Geschichte, zum Beispiel aus einer Höhle vor zwanzigtausend Jahren ("oder so"), die, nach der Begegnung mit einem Mammut, so aufhört: "Damals gab's noch keine Schule, / auch manches andere fehlte noch. / Aber wen n ich's recht bedenke: / Interessant war's damals doch."