Allenfalls mit Hilfe eines Rasterkraftmikroskops könnten die Saiten der Gitarre gezupft werden, denn jede von ihnen ist nur fünfzig Nanometer breit ein Nanometer ist ein millionstel Millimeter.Ihren Klang könnte niemand bewundern, denn er ertönte in unhörbaren Frequenzen.Trotzdem preisen Dustin Carr und Harold Craighead, Physiker an der Cornell University in Ithaca (New York), ihr Werk aus Silizium, das mit zehn Mikrometern so klein ist wie eine Körperzelle, als großen Erfolg.Mit ihrer "Nanogita rre" spielen sie im Orchester derer mit, die seit einigen Jahren die Zukunftsmusik von der Nanotechnik aufführen.Etliche Gebilde im Nanometerbereich wurden zwar schon konstruiert.Nur die jedesmal angekündigten Anwendungen (bis hin zu Nanorobotern in der Blutbahn) stellten sich bisher nicht ein.Was bleibt, ist immerhin eine ingenieurtechnische Leistung, die gerade deshalb groß ist, weil sie klein ist.