Nach dem jüngsten Aufwärtssprung des Deutschen Aktienindex (Dax) auf rund 4400 Punkte ist die Neigung zu Gewinnmitnahmen gewachsen. Dabei machen weniger institutionelle oder private Anleger jetzt Kasse. Aktiv in dieser Beziehung sind vor allem die Berufshändler. Bei sinkenden Kursen kehren sie aber sofort wieder an den Markt zurück, so daß tiefe Einbrüche bisher ausgeblieben sind.

Zur Kursstabilität hat nicht zuletzt der feste Dollar beigetragen. Allerdings wird seine Stärke nicht mehr allein vom Jubel der Börsianer begleitet. Es wächst die Furcht, die Deutsche Bundesbank könnte mit einer Anhebung der Zinsen der Mark-Schwäche begegnen. Diese Sorge wurde durch den Beschluß der Währungshüter genährt, den Zinssatz für Wertpapierpensionsgeschäfte nur noch für zwei Wochen festzuschreiben. Die dadurch bedingte Unsicherheit wurde zunächst aber durch Renditerückgänge am amerikanischen Bond-Markt überspielt.

Bei den Bankaktien ist die Fusionsphantasie zunächst einmal abgeklungen. Die Mehrzahl der Experten geht davon aus, daß Deutschlands Kreditinstitute jetzt durch Zukäufe ausländischer Banken weiter expandieren.