Auch sehr große Konzerne, die den Markt beherrschen, sind zu ihren Kunden nett. So schien es jedenfalls, als Intel, der weltgrößte Chipproduzent, jüngst ankündigte, die Preise für Mikroprozessoren drastisch zu senken. Schon einen Tag später zeigte sich indes, daß der mächtige Konzern bei seiner Preisoffensive wohl eher seine wenigen Rivalen denn seine vielen Kunden im Auge hatte.

Die beiden kleinen, aber aggressiven Konkurrenten AMD und Cyrix schicken sich nämlich wieder einmal an, der Profitmaschine Intel Sand ins Getriebe zu streuen. Sie wollen den Chipriesen mit vergleichbaren High-Tech-Produkten künftig unterbieten. Vor allem den beiden ist es also derzeit zu verdanken, daß es für immer weniger Geld immer mehr Leistung gibt.

Bleibt nur noch ein Problem. Was bringt die technische Aufrüstung, wenn die komplexen Programme viele Anwender schlicht überfordern? Kein Wunder also, daß ganz normale Menschen den vielgepriesenen Fortschritt gar nicht zu schätzen wissen. Drei Viertel aller Deutschen verzichteten jedenfalls bislang auf den heimischen PC. Kaum anzunehmen, daß sie ausgerechnet auf den Pentium II mit MMX-Technologie oder den AMD-K6-Prozessor gewartet haben - und seien sie noch so billig.