Im Jahre 2040 wird Zukunftsminister Jürgen Rüttgers 89 Lenze zählen - und mit ihm werden dann mehr als 40 Prozent aller Bundesbürger älter als 55 sein.

Dieser Umstand ist dem langfristig denkenden Minister Grund genug, heute schon den Deutschen Seniorenpreis Multimedia für Ideen auszuloben, wie man die immer noch extrem computerfaulen Rentner endlich in die Cyberwelt locken kann.

Banken und Handel würden sich natürlich freuen, wenn die Senioren nicht mehr ständig teure Angestellte bemühen und alles erklärt haben wollen, sondern am Computer fleißig direktbanken und onlineordern. Auch Netzanbieter wie t-online hätten nichts dagegen, wenn die Schwellenängste der zahlungskräftigen Rentner abgebaut würden, wie das im Jargon heißt.

Doch sollte man beim hastigen Übergang in die Wissensgesellschaft kurz innehalten und fragen, ob hinter alldem nicht die Weisheit des Alters steckt: Vielleicht haben unsere Senioren einfach Besseres zu tun, als sich vor dem Bildschirm die Augen zu ruinieren.