Durch die Klimaerwärmung wird das Schelfeis in der Antarktis in den nächsten Jahrhunderten möglicherweise dicker.Zu diesem paradoxen Ergebnis gelangte der britische Ozeanologe Nicholls bei Messungen an der Filchner-Ronne-Eisplatte im Weddellmeer (Nature, Bd. 388, S. 460).Die Begründung sieht er darin, daß das Schelfeis zwar von oben abgeschmolzen werde.Doch in den milderen Wintern ströme weniger warmes Wasser, das bei der Bildung nördlich gelegener Eisformationen entsteht, unter die Filc hner-Ronne-Platte.Im Endeffekt kann das Schelfeis daher an der Unterseite vermutlich mehr ansetzen als oben abschmilzt.