Amsterdam-Touristen, die sich auf der Suche nach Super Skunk, Caramello oder Thai Weed befinden, könnten demnächst eine Überraschung erleben: "Mag ik je paspoort even zien?" ("Kann ich den Paß sehen?") Das niederländische Parlament ließ kürzlich einen Gesetzentwurf prüfen, nach dem der Erwerb von Cannabis-Produkten bloß noch Inländern vorbehalten sein soll. Der Internationale Drogenkontrollrat der Uno hatte zuvor die liberale Drogenpolitik an den Grachten kritisiert. Auf Druck der benachbarten Regierungen soll nun auch die Hälfte der 1500 Coffee-Shops geschlossen werden. Immerhin wurden vergangenes Jahr in Holland über fünf Milliarden Mark für den gepflegten Drogenrausch ausgegeben - zwei Drittel davon von Ausländern. Der Vorstoß wäre allerdings rechtlich bedenklich: Eine Diskriminierung von EU-Bürgern widerspricht dem Gleichheitsgrundsatz, auch beim Recht auf Rausch.