Am Aktienmarkt ist die bisherige Freude über den festen Dollar verschwunden. Die Börsianer sorgen sich vielmehr, die Bundesbank könnte die Zinsen anheben, um die schwache Mark zu stützen. Bei den Aktien kam es daher zu tiefen Kurseinbrüchen. Sie waren zwar nicht das Resultat von Panikverkäufen. Aber es fehlten diesmal Anleger, die auf Basis der gesunkenen Kurse wiedereinsteigen wollten. Institutionelle Investoren, aber auch private Kunden scheinen vielmehr ihre Liquiditätspolster aufzustocken.

Wenn es dennoch keine Katastrophenstimmung in den Börsensälen gab, dann ist es der weitverbreiteten Auffassung zu verdanken, daß es mittel- und langfristig keine vernünftige Alternative zur Aktie gibt - vor allem auf dem Felde der Altersvorsorge.

Unverkennbar ist, daß eine große Zahl von Anlegern exportstarke Unternehmen der Automobilindustrie weiterhin bevorzugen. Das gilt selbst für den Daimler-Benz-Konzern, obwohl angelsächsische Broker und deutsche Analysten die Papiere der Stuttgarter auf ihre Verkaufslisten gesetzt haben. Mutige Investoren wenden ihr Augenmerk zunehmend den deutschen Maschinenbauwerten zu.