"Ich glaube, wenn man Egon Krenz auf die Anklagebank setzt, dann ist damit beabsichtigt, 16 Millionen DDR-Bürger symbolisch daneben zu setzen. Wir haben ja alle mal den Krenz, den Honecker oder Mielke gewählt. Sie und ich, wir waren diese 99 Prozent. Ich glaube daher, daß die rückschauende strafrechtliche Verurteilung der DDR ein riesengroßer politischer Fehler ist, wie es auch ein großer Fehler ist, Leute wie Wolfgang Vogel vor Gericht zu stellen. Der hätte das Bundesverdienstkreuz verdient. Das alles gilt nicht für Schabowski. Gegen den würde ich Festungshaft verhängen. Allerdings nicht für seine Mitgliedschaft im Politbüro, sondern für sein jetziges dämliches Gequatsche."

Peter-Michael Diestel,

CDU-Fraktionschef in Brandenburg und Präsident von Hansa Rostock, in einem Interview mit dem "Freitag"

"Das Jahrhunderthochwasser hat nicht nur geographische Kenntnisse aufgefrischt. Die Flut hat zudem (...) alte Vorurteile und überlebte Klischees weggespült. Die Herkunft, ob Ost oder West, war bei der beispiellosen Hilfsaktion kein Thema. Ob ostdeutscher Wasserbauer oder Krisenstäbler, ob westdeutscher Techniker oder General - das gemeinsame Ziel, die Menschen und ihr Hab und Gut zu retten, hat wirklich Berge versetzt. (...) Die vom Hochwasser Betroffenen dürfen dann nicht in einer Flut von Schulden ertrinken. Der Bundeskanzler steht im Wort. Wieder einmal."

"Leipziger Volkszeitung"

"Daß Enteignung (durch die Nationalsozialisten) nicht gleich Enteignung (zu Zeiten sowjetischer Besatzung) ist, wird gewiß noch zu manch langem Rechtsstreit führen. Daß er für Rügen zunächst vom Tisch ist, läßt vor allem die Bewohner der Ostsee-Insel hoffen. Für potentielle Investoren, Landwirte und Eigenheimbesitzer herrscht endlich Klarheit."

"Lausitzer Rundschau"