Dem österreichischen Präsidenten Thomas Klestil bereiten Frauen dieser Tage Probleme. Die eine blickt wild entschlossen von der Titelseite des österreichischen Magazins News: "Die Zeit ist reif für die erste Frau im Staat!" ruft Heide Schmidt, die 1998 zum zweiten Mal gegen Klestil zur Bundespräsidentenwahl antreten will. Die Ankündigung Schmidts ist nicht das einzige Hindernis für Klestil auf dem Weg zur zweiten Amtszeit. Eine andere Frau, seine ehemalige Geliebte Margot Löffler, steht zur Zeit im Rampenlicht.

Die hochrangige Mitarbeiterin des Außenamtes hatte sich um einen für sie maßgeschneiderten Führungsposten bei der OSZE beworben - mit einer monatlichen Appanage von über 15 000 Mark. Ein pikanter Postenschacher à l'Autriche? Und schließlich ärgert Klestil auch Frau Klestil, die dem Herrn Gemahl hartnäckig die Scheidung verweigert. Sie will über das Scheitern der Ehe ein Buch schreiben: den Bestseller zum Wahlkampf.