Grove: Online-Shopping beispielsweise. Grundsätzlich ist es natürlich möglich, mit einem kleinen, billigen und wenig flexiblen Gerät im Netz einzukaufen. Wenn Online-Shopping aber dem realen Erlebnis entsprechen soll, bei dem Sie Waren in die Hand nehmen, sie herumdrehen oder auf das Etikett schauen - dann brauchen sie einen PC. Nur damit, davon bin ich überzeugt, werden wir die Menschen von der realen in die elektronische Einkaufswelt locken können.

ZEIT: Sie haben mal gesagt, die Leute wollen keine dümmeren Computer. Das mag sein. Aber sie wollen sicher einfachere Computer. Ein PC ist immer noch ziemlich schwierig zu bedienen. Ist das der Grund, warum die Idee eines einfachen Internet-Geräts so bestechend ist?

Grove: Das ist doch alles relativ. Ein PC ist gar nicht so kompliziert. Es ginge sicher bedienungsfreundlicher, aber im Prinzip kann das ein Dreijähriger. Der PC leidet heute noch unter seinem schlechten Ruf, der in den frühen Jahren sicher gerechtfertigt war. Heute ist das anders.

ZEIT: Sie behaupten auch, der PC werde bald eine ernstzunehmende Alternative zum Fernsehen. Wie wird denn das TV-Gerät der Zukunft aussehen?

Grove: Schwer zu sagen. Sicher wird es eine Art Modem geben, das Informationen aus dem Internet auf den Bildschirm bringt. Technisch ist das kein Problem und auch nicht teuer.

ZEIT: Aber das verändert den Fernseher nicht, sondern gibt ihm nur zusätzliche Funktionen.

Grove: Richtig. Es ist klar, wie sich der Nutzer eines PCs verhält. Genauso wissen wir, was ein Fernsehzuschauer macht. Aber gibt es Menschen, die vor der Glotze sitzen und dann auch noch durch das Internet surfen wollen? Ich habe da meine Zweifel, ob Kompromißlösungen - neunzig Prozent Fernseher, zehn Prozent Computer oder umgekehrt - großen Gefallen finden werden.