Grove: Auf dem Internet salbadern mehr als siebzig Millionen Menschen. Da muß es auch ein paar negative Stimmen geben. Unsere Marktforschung sagt uns, daß unser Produkt und unser Unternehmen beim Verbraucher hoch angesehen sind.

ZEIT: Zurück zu den strategischen Wendepunkten. Erstmals seit Jahren hat Intel ernstzunehmende Konkurrenz: AMD und Cyrix haben Chips auf dem Markt, die fast so schnell sind wie Ihre und dazu noch weit billiger.

Grove: Das ist überhaupt nichts Neues. Wir sind 1971 in das Mikroprozessor-Geschäft eingestiegen. Seitdem hat es nicht ein einziges Jahr gegeben, in dem wir nicht mindestens ein oder zwei Wettbewerber hatten.

ZEIT: Intel hat aber gerade seine Preise stärker gesenkt als üblich. Keine Reaktion auf die Konkurrenz?

Grove: Wir würden unsere Preise wohl auch ohne Wettbewerber genauso stark senken. Denn in unserem Geschäft kommt es, wie gesagt, auf Volumen an. Und wenn wir unsere Chips nicht zu den entsprechenden Preisen anbieten, dann erreichen wir es nicht.

ZEIT: Sie schreiben, strategische Wendepunkte gibt es nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Menschen. Wie überlebt man die immer brutalere Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt?

Grove: Indem man immer wieder die Schulbank drückt. Karriere ist konstantes Lernen. Was heute wichtig ist, war gestern möglicherweise unwichtig.