Doch die Sache hatte einen Schönheitsfehler: Die Betriebsgenehmigung durch das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) ist noch nicht erteilt, und es gilt als zweifelhaft, ob dies bis zum angepeilten Stichtag, dem 1. November, der Fall sein wird. "Unlauterer Wettbewerb", empörte sich die LTU-Touristik und zog vor das Hamburger Landgericht, das den Münchnern per einstweiliger Verfügung die Werbung mit Britannia als deutscher Gesellschaft verbot.

In der vergangenen Woche traf man sich erneut vor dem Hamburger Richter, um den Widerspruch von CA Ferntouristik gegen das Werbeverbot zu verhandeln. Die Entscheidung über das Werbeverbot wird für diese Woche erwartet. Doch weiterhin ungeklärt bleibt die grundsätzliche Frage, ob eine EU-Gesellschaft oder eine an sie gebundene deutsche Tochter von der Bundesrepublik direkt in Drittländer fliegen darf. Dies, so meinen Juristen, werde künftig vor dem Europäischen Gerichtshof entschieden werden müssen.

Unterdessen können Kunden weiter bei CA die Billigangebote buchen, die notfalls mit der englischen Muttergesellschaft und mit Umsteigen in Manchester durchgeführt werden sollen. Trotz des Rechtsstreits sei die Buchungslage "bisher extrem gut", weiß CA-Sprecherin Angela Winter zu berichten.