Durch Unruhen in den Ferienzentren ist Kenia in die Schlagzeilen geraten.

Ein Gespräch mit Karl-HeinzStraus, dem Präsidenten der Vereinigung der Reiseveranstalter an der kenianischen Küste, über die jüngsten Massaker und die Lage des Tourismus.

DIE ZEIT: In den Tourismuszentren an Kenias Küste brannten die Souvenirstände, wurden Dutzende Menschen grausam ermordet. Sind Reisen in ein Land zu empfehlen, in dem Urlaubern geraten wird, ihre Hotels nicht zu verlassen?

Karl-Heinz Straus: Es ist sicher für Touristen nicht angenehm, in einem gewalttätigen Umfeld Ferien zu machen. Doch die Übergriffe sind zur Zeit abgeebbt. Die Urlauber müssen sich inzwischen weltweit fragen, welches Maß von Unsicherheit sie bereit sind zu akzeptieren.

ZEIT: Zunehmende Straßenkriminalität, Einbrüche, Überfälle und Autoraub: Das Auswärtige Amt spricht von einer sich dramatisch verschlechternden Sicherheitslage im Lande. Sind damit die Grundlagen des Tourismus gefährdet?

Straus: Insgesamt ist die Sicherheitslage für Touristen in Kenia sehr gut, weil ihr Wohl bei den Sicherheitskräften eine sehr hohe Priorität besitzt.

Die steigende Kriminalität richtet sich hauptsächlich gegen die eigene Bevölkerung und Menschen, die in Kenia leben.